Ärztliche Kunst
nach dem Vorbild von Kurt Schwitters?

 

Machtmissbrauch mit akademischem Grad
© CHRIStel 2003  
Erst- und Kurzfassung
(
aosführlicher in einer PDF-Datei nachzulesen)

 

 

Wer Kurt Schwitters ("Dadda") nicht kennen sollte, wird die Anspielung nicht verstehen. Darum die Empfehlung ein Blick per Suchmaschinen durch das Internet.

Im Blick auf mein Leben mit Ärzten habe ich einen eher distanzierten Respekt vor dem weißen Kittel. Und das hat durchaus seine Ursachen in verschiedenen Erlebnissen, die in sich ein ziemlich klares Bild ergeben - und man sehe es mir darum auch nach, dass ich im Blick auf die Transgender-Thematik erheblich Zweifel habe, wenn Mediziner sich zu Wort melden und ihren zweifelnden Zeigefinger erheben - aus welchem Anlass auch immer.

Ich will versuchen im Rahmen einer Chronologie die Entwicklung der Skepzis vorzustellen.


  • 1956 - irgendein verschnupfter Schularzt* stellt fest, dass ich zu häufig mit Atemwegserkrankungen zu tun hätte. Als Erfolg seines Wissens werde ich mit vielen anderen Kindern in den Zug gesteckt und zur Kur nach Langeroog verfrachtet - vier Wochen. - Dort hat der zuständige Arzt dann auch noch Fehlernährung diagnostiert, was in diesem Fall Untergewicht bedeutete! Also mehr essen. Ich erinnere mich an die grausamen Ruhezeiten über Mittag, wenn die anderen sich ins Bett legen mussten(!), durfte ich mehrmals vor dem nicht bewältigten Apfel sitzen bleiben, bis ich ihn vollständig mit "Gehäuse" aufgefuttert hatte und ich war schon damals bei Äpfeln im Blick auf Geschmack und Festigkeit sehr wählerisch und vor allem das ach so gesunde Kerngehäuse war mir gegen jeden Strich - damals, wie heute! - in Sachen Fehlernährung war meine Mutter damals ganz von den Socken und ich musste immer "gut essen" - gut gleich üppig.
    * =
    ob Ärztin oder Arzt ist mir wirklich nicht erinnerlich, genau genommen erfuhr ich ja immer erst durch die Eltern, was nun wieder aus Sicht der Schlaumeier-Gilde nicht OK an und in mir war; Darum kann Arzt auch gleich Ärztin sein, mir ist das hier vollkommen unwichtig!.
  • 1958 - Und weil der Erfolg der ersten Kur noch nicht so richtig überzeugend war, aber dennoch angebliche eine Veränderung zu registrieren war... das ganze nach einmal, wieder vier Wochen!
  • 1960 - wieder gibt es einen überschlauen Schularzt: Ihm gefällt die generelle Optik meines Gebiss nicht: Fehlstellung des Oberkiefers bei den Schneidezähnen. Angeblich aufgrund eines Ernährungsmangels während der ersten Lebensjahre - angeblich verbreitete Folgen der Nachkriegszeit! - angeblich vom Daumlutschen. - Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht, dieses Thema zu erforschen, rein historisch meine ich! Ich bin mir heute sicher, man wird eine verblüffende Entdeckung machen im Blick auf der Erschließen von automatisch sprudelnden Geldquellen. Und ich bin mir sicher es gibt noch mehr solche Geldquellen in der Medizin, in die immer noch nicht richtig rangegangen wird.
    • Folge für mich war jedenfalls eine mechanische Regulirung des Gebiss (wir nannten es damals kurz "Klammer") meine Eltern mussten ein horrendes Geld darauf legen. Ich habe den Namen des Zahnarztes (kein Kieferorthopäde) in der Kleinstadt genauso wie sein bitteres Auftreten in Erinnerung: Dr. Wolf und er machte seinem Namen wirklich alle Ehre. Ich musste da ja hin, was blieb mir anderes übrig. Schon das Anfertigen des Abdrucks von Ober- und Unterkiefer war eine gut erinnerliche Gemeinheit mit böser Stimme dieses Tierarztes. Er stieß mehrmals mit der monströsen Metallform an meinen Kiefer und wollte nicht einsehen, das es für mich Schmerzen sind, die er damit verursachte!
      Dann kam geraume Zeit später dieser "Klammer". Dr. Wolf setzt sie ein und er flucht, weil sie nicht sofort passen will, er dreht an einem kleinen Gewinde nach und mit den Worten, "weiter geht es nicht" muss das Ding jetzt aber passen und hinein damit, es spannt grausam - ich soll mich "gefälligst nicht so anstellen" O-Ton meine Eltern, schließlich sie es doch nur zu meinem Besten - Klasse....
      Ich mache es kurz: Im Zusammenhang mit einem Wohnortwechsel ist auch ein Arztwechsel notwendig. Die "Klammer" habe ich dort zunächst "vergessen" einzusetzen. Der neue Zahnarzt (auch kein Fachmensch, der nächste echt Fachmensch wäre knapp 40km mit dem Linienbus entfernt gewesen) stellt fest, das Gerüst der Klammer ist längst zu klein für meinen weiter gewachsenen Oberkiefer.
      1965 - Zwei Jahre später erfahre ich im Zusammenhang mit einem Attest für die Aufnahme in eine Ausbildungstätte von diesem Zahnarzt, (sinngemäß) "Die beiden Schneidezähne sind gebrochen, die werden wohl, wenn Du 21 Jahre alt bist, raus müssen!" Er zeigt es mir in einem Spiegel und als ich sage, dass da doch die Klammer drauf gelegen habe; "ja, das kann wohl sein, die war wohl zu stramm eingestellt!" - ergo, einige Hundert DM Mark (in den 60er Jahren viel Geld!) allein zu dem Zweck, einem schon amals notleidenden Berufstand eine dauernde Einnahmequelle zu erzeugen?
  • 1961 - zweimal in Krankenhaus weil die Sachen mit den Erkältungskrankheiten in Wirklichkeit nicht "besser geworden" war. Die Mandeln wurden zwei Mal gekappt. - und dennoch keine Besserung!
  • 1962 - Nun wurde erstmals richtig spaßig. Der Schularzt stellt nun ein Übergewicht fest. Was ist mit mit einem derart gezeichneten Menschen zu tun? - Genau man schickt ihn zur Kur, nun zur Abwechselung mal in den magersüchtigen Schwarzwald. Kaum eine Erinnerung ist mir geblieben, außer der Name des Ortes (Bad Dürrheim - wie sinnig, gelle?) und mein erster erfolgreicher Emanzipierungsversuch.
  • 1963 - wieder ins Krankenhaus, nur wird den Mandeln der Garaus gemacht. Aus damaliger Sicht mit dem erkennbaren Erfolg, dass ein gravierender Krankheitsherd beseitigt sei! Was faktisch wohl auch stimmt, Dennoch weiß ich es heute(!) besser: es war auch nur ein oberflächliches Kurieren,
  • 1965 - nach mehreren Stürzten "aus dem Nichts" die als Folge ein ziemlich geschwollenes Knie nach sich zuziehen, bei dem selbst der Krankengymnastiker entnervt aufgibt, ab zum Kreiskrankenhaus: aufwendiges Röntgen. Ergebnis: viel zu gedehnte Kniescheibenbänder, die bei dem einen Knie überhaupt keinen stabilen Halt gewähren. - "Das wird vielleicht bald mal operiert werden müssen, wenn es noch schlimmer wird, aber wir raten jetzt noch davon ab, weil wir mit der Operation dann das Bein voraussichtlich versteifen werden!)
  • 1966 - Im Zusammenhang mit meinen weiterhin regelmäßigen Erkältungskrankheiten (nun weniger im Halsbereich, dafür jetzt mehr im Bereich der Lunge) gehe ich wieder einmal zum Hausarzt, nicht weil ich will, sondern wie damals eigentlich immer: weil meine Eltern das von mir verlangten! Aber wenn ich schon mal da bin, und mich eine andere Sache mal wieder "irgendwie nervte" fragte ich diese medizinische Fachkraft, wie sich das ewige "Piepsen" und "Pfeifen" in meinem Kopf erklären würde. Kurze und knappe Antwort: Sowas gibt es nicht, das sei nur Einbildung. - Heute (2003) ist es zu spät, dagegen wirkungsvoll anzugehen, es sei "zu manifest"; soll ich das nun glauben.
  • 1967 - Vater Staat will mich als Wehrdienstpflichtigen haben. Musterung. Nach den gängigen Spielregeln war mit mir wegen des schon stark lädierten Kniegelenks bei dem Verein nichts anzufangen gewesen. Ich wage es, auf den gesundheitlich Umstand hinzuweisen: Gilt nicht! Aber dann "Reserve II", weil ich wäre wegen erkennbarer Kreislaufstörungen nur bedingt tauglich! Das war mir Super-Neu. Und das nur aufgrund von "Abhorchen" und "Puls auszählen".
    Ich darauf sofort zum Hausarzt. "Nein, da ist nichts! Wenn überhaupt kann ich nur eine Neigung dazu erkennen!" Der Kerl verschreibt mir trotzdem ein Medikament. Als Folge davon werde ich in den nächsten Nächten zum Schlafwandler, wache statt in meinem Bett im elterlichen Wohnzimmer auf der Couch ein, zugedeckt mit einem "Sofakissen"
  • 1967 - Für die bevorstehende Fachausbildung (Sozialpflegerische u. -pädagogische Ausbildung) erwartet die Fachhochschule ein Gesundheitszeugnis. Diese Aufforderung ist verbunden mit dem Hinweis, dass dafür am besten der Hausarzt aufgesucht wird. Mit diesem Zeugnis war dann aber Schluss mit Lustig, der Kerl hatte wohl seine Ausbildung irgendwann im Schützengraben genossen und abgeschlossen. Grundurteil: "für den angestrebten Beruf eher nicht geeignet!" Begründung: Die damals beiu noch in voller Blüte stehende Akne verband diese medizinische Spitzenkraft mit den ihm bei meinem Vater bekannten "Grützbeutel" (Fachbegriff wird nachgeliefert!), die als erblich gelten und tatsächlich in ganzer Linie durchgetragen werden. Es handelt sich dabei um Auswüchse, die zu ästhätisch unfeinen Beulen führen, die nach einiger Zeit operativ entfernt werden müssen. Dieses Wissen eines körperlichen Erbes und die erkennbare Akne bewog diesen Doktori zu der schriftlichen Aussage als Begründung: "damit wird der Patient in späteren Jahren erhebliche Probleme bekommen, die sich auch auf den Arbeitsplatz auswirken werden!" - Sterndeuter und Kaffeesatz-Leser sind praktischer veranlagt, auf solche Dummheiten lassen die sich nicht ein! Die "Beulen" sind - wie zu erwarten war - tatsächlich gekommen. Aber seit dem mein Körper auf mehr weiblich umgeschaltet hat (also der Hormonhaushalt sich irgendwie neu einpegelte, ist das Wachstum erheblich eingeschränkt - ich ahne, dass hier noch ein Wissenszusammenhang bei den Ärzten nachgeholt werden muss!) - Die Ausbildung konnte ich nur die Intervention der Eltern antreten. Denn von dem Inhalt des Gesundheitszeugnis erhielten wir vorher keine Kenntnis.
     

hier eine gezielte Lücke!

es ufert sonst zu sehr aus...
 

  • 1980 (Mai) - Ich erlebe Berührungsschmerzen im Bereich der Brust über dem Brustkorb rund um beide Brustwarzen! Ich gehe zu einer mir bekannten Allgemeinärztin nahe der neuen Wohnung. Diese an sich aufgeweckte Fachkraft hat im Laufe ihres Berufslebens wohl auch einen Röntgenblick entwickelt - Fragen ob ich kürzlich gestürzt sei, oder sonst wie mit etwas hartem In Berühung gekommen sei. - ich kann nur verneinen, außer dem etwas lästigen Wohnungswechsel mit einem umfangreichen Haushalt von der Ems zur Leine... ach so, da werden Sie sich eine Druckstelle zugezogen haben, das kommt vor... - kein Ansehen der Region, darum auch kein Abtasten - der Schmerz wandelte sich in meinem Empfinden zu einem seltsamen Druck-Empfinden bei Berührungen - ich gwöhnte mich daran... - heute weiß ich es besser.
  • 1989 - nach Wohnungswechsel neuer Hausarzt, spezialisiert auf "Sportmedizin" - Am Rande von mir befragt zu dem Thema "Kniescheibe - OP - Versteifung"; seine entsetzte Aussage dazu: "Versteift? ja, wenn man bei der OP unsachgemäß vorgeht, das müssen Sie wohl falsch verstanden haben!" - Aha, also wieder trage ich die Verantwortung.
  • 1996 - allmählich fällt mir auf, dass mein Körper zu den verücktesten Momenten falsch funktioniert. Am meisten irritieren mich die Schweißausbrüche selbst im Kalten und ohne irgendeinen erkennbaren Grund (kein Stress, keine körperliche Anstrengung) ich schiebe es auf Überarbeitung und als dann während des Jahresurlaubs das Phänomen nicht abklingt, sondern sogar noch zunimmt, suche ich wieder meinen Hausarzt auf... EKG, Ergometer, Blutbild,... "es kann sehr vieles in Frage kommen! zum Beispiel haben sie 11 Kilo übergewicht...!" bei 181cm wiege ich 92kg, das war selbst für mich nicht nachvollziehbar, weil ich einen ziemlich ausgeprägten Knochenbau aufweise. Was aber ihm gar nicht auffiel, (mir erst später beim zufällig vergleichenden Betrachten von "öffentlichen" Fotos) mein Gesicht war reichlich aufgedunsen. Sieben Tage später ist der Laborbericht da, die Leberwerte sind viel zu hoch. "Trinken Sie Alkohol?" - nein, ich habe noch nie eine nennenswerte Menge vertragen. Mit dem zweiten Glas Wein musste ich schon immer mit Übelkeit und erbrechen rechnen, bei Bier nicht anders, es ist wie eine allergische Reaktion. - Es folgt eine Überweisung zur "Lebersprechstunde" in der Uniklinik.
    Hier erlebe ich zum ersten Mal in meiner Karriere als Patient einen ganz anderen Arzt-Typ. Der Leber-Spezialist lebt von einem festen Einkommen, er verdient nicht an mir, sondern an der zur Verfügung zu stellenden Arbeitszeit: Seine Fragen beinhalten kein WARUM, oder WARUM NICHT, kein SIE MÜSSEN oder SIE DÜRFEN NICHT, kein DA KOMMEN SIE NÄCHSTE WOCHE WIEDER, kein paratliegendes REZEPTFORMULAR, keine ÜBERWEISUNG, sondern er fragt, er hinterfragt, er klärt in Ruhe ab, folgt einer eigenen Logik, die erkennbar auf eine vorausgehende Wahrnehmung aufbaut - es ist kein Abhacken mit Zeitdruck... erstes Ergebnis: keine gefährliche Infektion, kein erkennbarer Tumor und das Rezept von seiner Seite besteht aus zwei Teilen: Bei den täglichen Speisen auf gezielt benannte Dinge radikal verzichten und "
    ich möchten Sie bitten, in acht Wochen wieder in die Sprechstunden zu kommen!" - Nein, es hieß nicht: Sie MÜSSEN dann wieder kommen.
  • 2001 - als Folge der Uni-Klinik-Untersuchungen weiß ich, dass ich mit großer Sicherheit zu den genetisch geschädigten Leberkranken gehöre, "muss" noch eine Weile regelmäßig beim Hausarzt zu den Kontrolluntersuchungen des Blutes. Dabei fällt mir auf, dass der genannte Rythmus jeweils im Spätherbst nicht zustande kommt und immer auf Anfang des Folgejahres geschoben wird (Das liebe Geld!). Bei den jedes zweite Mal anstehenden Unterschalluntersuchungen der Leber macht der Hausarzt eine zufällige Beobachtung im Bereich der Blase (ich empfehle einen Blick auf den Anatomieatlas!). "Das MUSS ein Urologe abklären!"
    Also hin zum nächsten Facharzt... Der fährt einen vollständigen urologischen Check durch: Das Blut lässt er durch eine MTA abnehmen, die gleichzeitig für die Röntgenaufnahme einen Auftrag erhält. Diese MTA ist erkennbar und hörbar genervt, denn "
    ab morgen haben wir doch Betriebsferien und da muss der noch alles hier aufbieten!" (zur Kollegin) Während ich auf dem Röntgentisch liege, bemüht sich diese furiose Fachkraft nach allen Kräften aus meinen Armbeuge Blut zu zapfen, sie stochert(!) und schimpft, dass ich so "schlechte Venen" hätte. Was nicht sein kann, denn seit fünf Jahren wird mir alle drei Monate Blut abgenommen und die entfernte Kollegin in einem anderen Stadtteil hat keinerlei Anlaufprobleme. Jedenfalls schmerzt mein Arm irrsinnig. Aber dann klappt es doch. - Nun noch röntgen. - "Fertig - Sie waren der Letzte!" (Klasse!) - dann direkt zum Arzt. Abtasten der Prostata (mehrmals "XY - negativ!" - diktiert er durch die halb offene Tür), er selbst macht sich per Sonografie ein Bild von meinem Innenleben - "Alles bestens!" - er wartet auf die Röntgenbilder, geht nach nebenan - "wo sind die Aufnahmen?" ich habe leider zu gute Ohren, trotz Tinitus - weiter zur Angestellten in Weiß: "Was haben Sie denn da aufgenommen, da ist ja nichts drauf, was ich sehen müsste, was haben Sie denn da eingestellt?!" - kommt demonstrativ mit den beiden Bildern in sein Sprechzimmer - ein schneller Blick auf das sichtbare Graue und Weiße und dann zu mir gewandt. "Ja, da ist sowas wie ein Schatten, das müsste ich in vier Wochen noch mal röntgen, meine Mitarbeiterin wird ihnen einen Termin geben!" - Da ich wirklich keinen Kalender dabei hatte (ich hätte es sonst auch so erfunden!) lasse ich mir keinen Termin vermitteln, sondern gehe einfach so - die Praxis werde ich bestimmt nicht wieder aufsuchen - meine Gesundheit ist mir lieber!
    Am nächsten Tag muss ich zur Praxis meines Hausarztes, die Armbeuge ist angeschwollen, es spannt bis in den Oberarm hin und ein großer Bereich des Oberarmes ist Blutunterlaufen.
    Der Arzt meiner Wahl (in einer Gemeinschaftspraxis) hat heute keine Sprechstunde, seine Kollegin ist mir durch ein schlimmes Erlebnis um eine Erkrankung bei meiner Frau suspekt, ich muss also mit einem "Arzt im Praktikum" Vorlieb nehmen. "
    Och, was Sie wohl meinen, das ist doch nichts besonders, das kann schon mal beim Blutabnehmen vorkommen. was meinen Sie wohl, bei jedem zweiten Patienten kommt das vor, das wird sich bald wieder gelegt haben!" - echt KLASSE Versorgung und Beratung, das Lenken meines PKW geschah fast eine Woche unter Schmerzen!
    Beim anstehenden Blut-Zapfer-Termin (vier Wochen später) will mich der Arzt wieder mit dem Sono betrachten... ich spreche ihn auf die Sache mit dem Urologen an - er ruft in dessen Praxis an, lässt sich "Zwischenergebnisse" vom "werten Herr Kollege" durchsagen. Alles ohne Befund, nur das Röntgenbild mache dem Arzt Sorgen... ich kläre mein Gegenüber über die Sorgen des Urologen auf und sage, zu dem werde ich nicht wieder gehen. Und ich erzähle ihm von dem zerstochenen Arm "
    Das kann ich mir gar nicht vorstellen!"
  • Aushang im Wartezimmer einer Praxisgemeinschaft (richtig, es ist die oben genannte):

    • "Wir bitten alle unsere Patienten
      zu Beginn eines jeden Quartals
      ihre Chip-Karte einlesen zu lassen!"

  • Das kann man verstehen, wie man will!
  •  
  • 2002 - Spontan erlebe ich während der Arbeitszeit in meinem linken Auge einen kurzen Blitz, dann eine Eintrübung, die sich zu 99% wieder verflüchtigt und es bleibt ein diffuser schwimmender Schatten, der sich mit dem Bewegen des Augapfels in schainbar genau die entgegengesetzte Richtung bewegt, um dann nach Stillstand des Auges sich genau in die Mitte des Auges zurück zu bewegen! (das ist auch heute noch so!) - ich rufe in der Praxis, des einzig mir bekannten Augenarztes an und bitte um einen schnellen Termin - "Können Sie noch heute kommen?" - aber ja, mir ist es sogar wichtig! - also quer durch den Landkreis hin zu diesem Spezialisten. - Als erstes Chip-Karte einlesen (ganz wichtig) - dann: "Geben Sie mir mal ihre Brille!" - Gläser werden ausgemessen ; dann: "Setzen Sie sich solange ins Wartezimmer!" - dann: "kommen Sie mit!" - Augen werden ausgemessen - dann: "Sie können wieder ins Wartezimmer gehen!" - dann: MTA kommt ins Wartezimmer, treufelt einem Stuhlnachbarn und mir irgendwas in die Augen... - warten - dann: jetzt darf ich in das Sprechzimmer und sehe an diesem Tag zum ersten Mal den Arzt - Immerhin: "Guten Tag!, was kann ich für Sie tun!" - ich schildere ihm die Beobachtung vom Vormittag - er zieht aus einem Aktenkorb ein Blatt Papier, hält mir einen Kurzvortrag über Vorsorgeuntersuchung des Auges, die von der Krankenkasse nicht mehr bezahlt wird, aber notwendig sein könnte; diese Untersuchung muss einmal im Jahr vorgenommen werden, ich muss dazu nur dieses Formular unterschreiben - ob ich das unterschreiben will? (immer ich werde noch gefragt!); nein, ich will nicht! Denn wenn es eine wirklich medizinische Notwendigkeit gibt, zahlt die Krankenkasse auch diese Untersuchung! - Er ist erstaunt, "Sie wollen das wirklich nicht unterschreiben?" - Nein! - er kreuzt auf dem Blatt ein Kästchen an, schiebt es mir herüber "dann unterschreiben Sie aber, dass ich Sie darüber aufgeklärt habe!" - Soll er diese Unterschrift gerne von mir bekommen. - er legt das Blatt beiseite, nimmt den Telefonhörer auf und gibt eine längere Telefonnumer ein und plaudert mit einer guten Bekannten, deren Töchterchen übermorgen eingeschult wrid, und wie das alles an dem Tag so geplant sei.... - ich war drauf und drann zu gehen! Es kam dann tatsächlich noch zu einer ziemlich ruppigen Untersuchung des Auges; aber er konnte nichts entdecken...  vermutlich wusste er nach dem Telefongespräch auch gar nicht mehr, was der Anlass für die Untersuchung war.
  • 2003 - Hier breche ich vorerst ab.
    Seitdem letzt genannten Vorfall gibt es auch nichts zu berichten, denn ich meide diese Zunft in Weiß nun noch mehr, als früher schon. Die Schneidezähne sind noch immer drin, die "dringend notwendige Überkronung" fiel wenige Wochen nach der "Garantiefrist" einfach so heraus... Ich bin bestimmt kein Einzelfall - das weiß ich allein durch die Kontakte im Rahmen meines beruflichen Auftrages!

Und nun zur Gesundheitsreform 2003/2004... - ach, geschenkt

 

 

 

 __andro1.gif