"Möchtest du vielleicht noch
größere Brüste haben?"

Vor zwei Wochen erreichte mich die eMail eines M2F-Menschen. Sie schrieb darin unter anderem, dass sie nicht verstehen könnte, warum Menschen wie ich, sich nicht entscheiden könnten, entweder Mann oder Frau sein zu wollen - ein altes, und darum immer dümmeres Thema! - Und in dieser Homepage hier entdeckte sie zuvor auch Hinweise auf meine körperliche Entwicklung, in denen ich auch dazu Stellung nehme, dass ich keinerlei Bestreben hätte, meine Brüste "abnehmen" zu lassen. Und darum dann auch die fragende Anmerkung:

      "[...] willst Du damit zum Ausdruck bringen, dass Dir sogar an größeren Brüsten gelegen ist? Möchtest Du wirklich noch viel größere Brüste haben? [...] und das obwohl du doch gar keine Frau sein willst?!"

       

Mich stören zwei Dinge an dieser Frage. Das hatte ich dann auch in der Antwort geschrieben. Erst einmal, was spricht eigentlich gegen die Vorstellung, dass ich solch einen Körper habe und dennoch keine Frau bin. Und das andere was mich störte, war die Frage nach dem HABEN WOLLEN... "bitte geben Sie mir mal eben 4 Kilo Brust, brauchen Sie auch nicht  aufwendig zu verpacken, schnall ich gleich an!!" oder so  ähnlich - ja?

Ich gebe gerne zu, würde mir morgen eine gute Freundin sagen, dass Pfefferminztee nicht nur gut schmeckt (was ich nun grad nicht behaupten kann!) sondern auch bei regelmäßigem Genuss dazu führt, dass die Brüste im Volumen zunehmen, ich würde mich sogar überwinden, diesen Pfefferminztee regelmäßig zu trinken. Denn es täte mir schon sehr gefallen, wenn das Volumen noch um zwei drei Nummer zulegen möchte. - Aber ich möchte dennoch nicht mit "allen Mitteln" für dieses Ziel sorgen.

Ende(?) der 1970er Jahre war es aufgrund eine grundsätzlichen Nachlässigkeit bei der Produktion von Östrogenhaltigen Medikamenten dazu gekommen, dass die Mitarbeitenden in einer Firma am Rhein über mehrere Jahre feinsten Stäuben ausgesetzt waren. Das hatte unter anderem zur Folge, dass etlichen* der männlichen Mitarbeiter weibliche Brüste wuchsen. Als ich damals davon hörte, war mein erster Gedanke. "Schade, dass ich dort in der Zeit nicht tätig war!" - es wird behauptet, dass die Hopfenbauern, und vor allem die Erntehelfer nach langjährigem Einsatz in dieser Arbeit ähnliches erleben, nicht alle, aber wohl nicht eben wenige! - Leider ist das Gebiet für diese Früchte etwas abseits meines Wirkungskreises.

Also kurz zusammen gefasst, ich würde mich schon freuen, wenn das Volumen noch ein wenig zulegen möchte, aber bitte nicht auf dem Weg der synthetischen Chemie!

Und warum? - Einfach nur, weil ich mich dann kompletter fühlen werde, obwohl ich schon so sehr zufrieden und auch ein wenig stolz bin.

      ~~~~~~~~~~~~~~ Anmerkung ~~~~~~~~~~~~~~
      *
      = ist eigentlich jemals der wirkliche Zusammenhang erforscht worden / oder das Ergebnis der Forschung bekannt gemacht geworden, warum es nicht alle Männer betraf? Allein der Hinweis auf die Individualität des Menschen dürfte ausgerechnet dann ja wohl nicht gelten.

      Redaktioneller Nachtrag {August 2016}:
      Inzwischen habe ich die Zusämmenhänge selbst durch die Zusammenschau verschiedener Naturfaktoren selbst ermittelt. Es kommt auf die individuellen Ausgangparameter bei den einzelnen Männern an. zum Beispiel wie hoch ist der TestosteronSpiegel und in welchem Alter befindet sich der Mann, schließlich in welchem Maße fällt dieser Spiegel ab... usw.

 

 © CHRISTEL 2004

Nachtrag:

    Aufgrund der obigen Gedanken erreichten mich unabhängig von einander zwei eMails, die letzte gestern. Beide von androgynen Menschen meiner Alterklasse.
    Beide empfehlen mir aus eigenem Erleben sogenannte "transdermaticale" Pflaster, die mit einer Östrogen-Substanz beschichtet sind und mehrere Tage auf der Haut getragen werden. Je nach Veranlagung würde durch das "schwache Signal" (
    so schrieb es Claus) mein Organismus angeregt, das noch fehlende Gewebe zu bilden. Aber gleichzeitig würde auch eine positivere Grundstimmung vom Körper ausgehen (was auch immer das heißen soll?).

    Jan schrieb aber auch gleich das Problem dazu, das auf mich zukommen würde:

    "[...] ich bin auf die Verwendung dieses Pflasters bei meinem knapp neunjährigen Aufenthalt in den Staaten daran gekommen. Ich suchte dort im Zusammenhang mit Erschöpfungssymptomen einen Facharzt auf, der sofort nach Wahrnehmen des bei der Untersuchung optisch nicht zu übersehenden androgynen Körperbaus umfassende Laboruntersuchungen veranlasste. [...] Ergebnis war, dass einige meiner Werte unausgeglichen waren, wobei er sie schon von vornherein nicht auf Mann oder Frau verglich, sondern einen angenommenen Mittelwert aufstellte, der an einigen Positionen nicht zu seiner Zufriedenheit vorhanden war. [...] Um die noch intakte Leber von unnötigen Belastungen zu verschonen, und somit Pillen ausfielen, verschrieb er mir die Pflaster.  Ich sollte sie zur probe erst einmal einen Monat lang jede Woche vier-fünf Tage tragen. [...] Schon am nächsten Tag bemerkte ich bei mir einen Stimmungswandel, oder besser nicht ich bemerkte ihn, sondern meine Frau und mein Mitarbeiter in der Agentur. [...] nach einem Jahr war aus dem Cup B auch schon C geworden, jetzt nach zehn Jahren ist es bei Cup D stehen geblieben, das entspricht tatsächlich den mütterlichen Vorbildern. [...] Aber in Deutschland verschreibt mir kein Arzt solche Pflaster, die Begründungen sind gotterbärmlich dumm, weil keines dem anderen gleicht, und sich die Götter in Weiß darum selbst bloßstellen. [...] Meine Frau brachte sich auf den glorreichen  Gedanken, mir helfen zu können, in dem sie einfach zu ihrem Frauenarzt ging und sich ESTRADEM TTS 100 verschreiben ließ, weil Ihr ein Arzt im Urlaub diese Pflaster mal veschrieben habe, und sie ihr gut bekommen seien.[...]

    Wer weiß mehr zu diesen Pflastern und stimmt der Schilderung zu oder wer würde warum davon eher abraten.

 © CHRISTEL 2005