Was mir aufgefallen ist - was mir auffällt...

 

 

Es ist spannend, aufregend und auch beruhigend, die vielen Texte der Mitmenschen zu lesen, die aus der ihnen vorgesetzten Normierung anpassend ausgebrochen sind oder dabei sind auszubrechen.

Mir ist dabei bis heute aufgefallen:

  • æ Wir direkt Betroffenen neigen leicht dazu, aus dem einen uns aufgestülpten Extrem in das nächste von uns selbst erzeugte zu springen. Die Normierung der Transsexualität oder auch die Normierung des Androgynen wird als Ersatz gegen die entronnene Norm angesehen.
     
  • æ Beobachtet werden kann der - meist unterschwellige - Tonfall, wenn ein Mensch von sich sagt, er sei xyz-veranlagt, so dass schon die Überprüfung auf der Gegenseite beginnt, ob diese Behauptung auch stimmig sei...
  • æ Ist es vielleicht nur eine Fehleinschätzung aus der Sicht des Beobachters, dass es vor allem die "bio-Männer" sind, die mit ihrer Rollenbesetzung (sowohl als auch) erheblich mehr Probleme haben, als die "bio-Frauen"? - was ja auch bei den (vorgeblich!) 100igen% Männern schon auffallend ist.
    Ist das eine Fehleinschätzung oder ist eine nachvollziehbare Beobachtung?
     
  • æ Gibt es eigentlich und wirklich die Notwendigkeit der Etikettierung: "Ich bin T*Mensch"
    Wenn ich meinen Alltag betrachte, dann sehe ich nahezu keine Notwendigkeit, dass ich darin erkannt werden müsste, dass in oder an meinem Körper etwas anderes ist, - anders als bei dem Menschen mir gegenüber. Dass ich kurz- oder weit-oder stabsichtig bin, wen interessiert es? Ich müsste es vielleicht dann anmerken, wenn es beim Sehen Probleme gibt; oder dass ich vielleicht einen erheblichen Hörschaden habe, muss ich dem Finanzbeamten dann darlegen, wenn ich darum besondere Aufwendungen geltend machen will; dass ich am 31. April Arbeitsfrei haben möchte, muss ich erst dann näher erläutern, wenn mir wegen meines germanischen Aussehens und meines urdeutschen Namens die Zugehörigkeit zur Religion der Washastewillsten nicht abgenommen wird, ich aber um mein Seelenheil Sorge habe. - Warum erklärt eigentlich Franziska Z. nicht jeder und jedem, dass sie trotz Jacket und passender Hose, dazu mit Krawatte und steifen Kragen weiterhin als Frau angesehen werden will? Wer sagt dir, dass ein Mensch in Badehose oder Bikini schwimmen kann?
     
  • æ Wie kommt es, dass Menschen, die (innerlich und) äußerlich auf dem Weg sind, sich einer mehr weiblichen Ausdrucksform (visuell, verbal, Mimik + Gestik) anzunähern, über die Maßen bemüht sind, mehr als nur perfekt zu sein. So dass es nicht eben selten geschieht, dass bei ihrem Auftreten eher an "Charlys Tante" in der Besetzung mit Peter Alexander zu denken ist, oder an die Klamauk-Verdummung vom MainzerKarnevall als an Lieschen Knusemüller (geborene Wagner) aus dem Haus gegenüber. Auch Lieschen geht gerne mal fein aus und macht sich chic, aber doch nicht an jedem Tag und selten zum täglichen Einkauf oder bei der Hausarbeit.
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