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© CHRIStel 2003

    Ich muss mich an die Zeit Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre erinnern - die "Studentenbewegung" (Die "Bewegung der Nachdenkenden" wäre plastischer!) bringt es mit sich, dass die Jeanshosen und die langen Haare von Mädchen und Jungen getragen werden - nahezu schon uniform.

    Die "langen Haare" sind das auffälligste Merkmal für die Aufgrüttelten und diese reagieren auch schonsich selbst entlarvend mit

    "Da weiß man ja gar nicht mehr,
    ob Männlein oder Weiblein!
    "

    Ich weiß noch, dass ich mir Zoff im Elternhaus einfing, weil ich schon immer zu denen gehörte, für die der Friseur eine eher banale Nebenerscheinung ist, die man aber nicht zu sehr mit Geldspenden versehen muss. - Das halte ich bis heute so. Von "langen Haaren" habe ich darum aber für mich auch nichts gehalten.

    Und dann kam eines Tages (ca. 1965/1966) der Spruch aus dem Munde meines eher wortkargen Vaters (mit typisch deutschem Einheitsschnitt), ich sollte endlich mal wieder zum Friseur gehen. man wüsste ja nicht mal mehr, ob ich ein Junge wäre.